FELICIA MÜLBAIER FÜR DEN FEMALE GAZE

Meine Liebe zur Kunst führt mich immer wieder in Ateliers, um den Künstler*innen zu begegnen, die mich bewegen und faszinieren. Um diesen Besuchen eine Gestalt zu geben, schuf ich den Blog:
FEMALE GAZE
In Zusammenarbeit mit dem Berliner Kurator und Galeristen Alexander Ochs stelle ich in den nächsten Wochen 6 Künstler*innen und ihre Werken vor:
BEATE HÖING (Keramik und Malerei) siehe Beate Höing für den FEMALE GAZE, EWA FINN (Malerei, Zeichnung) siehe Ewa Finn für den FEMALE GAZE, FELICICA MÜLBAIER (Autorenschmuck), NICO MARES (Malerei), SIMONE HAACK (Malerei) und TANJA SELZER (Malerei).

Die aktuell noch virtuelle Exhibition mündet, sobald es die Situation erlaubt, in eine reale Schau vor Ort in der Berliner Galerie ALEXANDER OCHS PRIVATE.

KÜNSTLER*INNEN UNTERSTÜTZEN KASSIERER*INNEN

Diese Ausstellung geht über das Präsentieren der Werke aus dem Schaffen der Künstler*innen hinaus. Eigens für die aktuelle Notsituation haben Beate Höing, Ewa Finn, Felicia Mülbaier, Nico Mares, Simone Haack und Tanja Selzer ein Werk für eine Edition gestaltet.
Die Erlöse dieser Blätter werden dann an Kassierer*innen/Mitarbeiter*innen aus den Supermärkten in Berlin-Charlottenburgs gespendet.
Näheres zu dieser Aktion finden Sie im unteren Teil des Blogpostst.

Kehren wir zurück zu der Ausstellung: FEMALE GAZE und beginnen wir mit der
Meisterin des Autorenschmucks: FELICIA MÜLBAIER

STECKBRIEF:

Felicia Mülbaier

Künstler*in: Felicia Müllbaier
Geboren:
1988 in Speyer
Basis:
Mannheim
Der Funke:
Das Aha-Erlebnis hatte ich nie, es war ein Weg, auf dem ich zu Anfang unbewusst Entscheidung getroffen habe, bzw. mit anderen Zielen herangegangen bin, welche aber durch meinen empirischen Arbeitsprozess in Frage gestellt wurden. Eine deutliche Entscheidung war es, 2014 ein halbes Jahr nach Estland zu gehen, wodurch ich mich zum ersten Mal ganz bewusst mit dem Autorenschmuck auseinandersetzen durfte und merkte, was mich immer wieder beschäftigt und herausfordert. Bisher kann ich sagen, dass jeder Ort, an dem ich arbeiten oder studieren durfte, im Nachhinein für die folgenden Schritte in meiner Arbeitsweise fruchtbar waren
Ausbildung:
2016-2019 Master of Fine Arts in Gemstones and Jewelleryart at the Trier University of Applied Sciences; Campus Idar-Oberstein; 2018 Semester abroad at the HDK Gothenburg, Sweden; 2011-2015 Bachelor of Arts in Applied Art and Design at the University of Applied Sciences, Düsseldorf; 2014 Semester abroad at the Estonian Academy of Arts, Tallinn, Estland
Das Beste:
Das Beste in meinem Schaffensprozess ist die Möglichkeit zu besitzen, aus meinen Gedanken und Beobachtungen etwas zu materialisieren, was die Menschen erreicht und sie bei und an sich tragen wollen
Was keinen Spaß macht(e):
Buchhaltung
Ikonen:
Inspirierend sind für mich Frauen wie z.B. Marie Curie und Louise Joséphine Bourgeois. Speziell zu Marie Curie habe ich eine besondere Beziehung. Schon zu Schulzeiten habe ich ihre Biografie mehrfach gelesen und immer wieder in Referatsthemen eingebaut. Das Buch fällt mittlerweile komplett auseinander aber es steht noch immer ganz vorne im Bücherregal. Allerdings kann ich an den zwei oben genannten Beispielen erkennen, dass mich Frauen inspirieren, welche ihren Weg gehen, für sich einstehen, ihre Entscheidungen bewusst treffen und an ihren Zielen arbeiten.
Bester Rat:
Ich habe das Glück, gute Gesprächspartner in meinem Umfeld zu haben, die mich unterstützen, wenn ich ratlos bin oder einen Anstoß benötige. Allerdings ist es momentan vor allem ein Zitat von Bastian Reinhart aus dem Sinn und Form Magazin 3/2019, was mich nun das letzte Jahr intensiv begleitet hat und öfters zum Schmunzeln bringt:
„Am freiesten sind wir in unseren Widersprüchen“.
Warum Künstler*in: Die Möglichkeit zu verweilen, aus meinen Beobachtungen etwas zu schaffen, stellt mein innerliches Gleichgewicht her; und daher gibt es keine Alternative in meiner „Berufswahl“

AUTORENSCHMUCK VON FELICIA MÜLBAIER:

Diese Gestalten begegneten mir auf der Adventsmesse des Museums für Kunst und Gewerbe 2019. Dort hatte FELICIA MÜLBAIER den Justus-Brinckmann-Preis  gewonnen. Ich war sofort fasziniert. Im Übergang von Handwerk und Kunst wird aus der  gebrauchbaren Form des Designs die Skulptur.  Ein poetischer Titel wie:

VOM LETZTEN WINTER

vomletztenwinter

 

macht die Brosche noch nicht zum Kunstwerk. Oder doch? Die Materialien: Lapislazuli, Gold und die Technik: Gravieren und Biegen sind in dieser Form ungewöhnlich. Der Stein ist nicht in eine tragbare Form in Gold gefasst. Das Gold bildet die Nadel, mit der man das Werk an sich heften kann. Welch Understatement.
Gehen wir weiter zu

PHYSIS

Physis-Klein

 

Wieder Lapislazuli. Stein wird wie Papier geformt. In seinem harten Wesen zu etwas scheinbar Biegsamen verwandelt. Physis… „natürliche Beschaffenheit“. Der Stein, der durch die Arbeit der Künstlerin sein bestimmendes Merkmal gewandelt hat. Wie Felicia Mülbaier die Metamorphose gelang? Durch Schleifen, Biegen und Puken.

CANVAS NO.01

CanvasNo01-klein

 

Im galvanischen Prozess wird Kupfer und Gold zu einer gazeartigen Brosche, die an einen archäologischen Fund erinnert.
Aus dieser Serie der „Momentaufnahmen“ gibt es auch die No. 13:

CANVAS NO.13

Canvas No13

 

Galvanisches Kupfer, Silber und Gold werden zu einem durchbrochenen Schildkrötenpanzer.

Man ahnt es, Felicia Mülbaier ist eine Philosophin. Besonders deutlich wird es in ihrer Arbeit:

DIE GEDANKENKNOSPEN

 

 

 

 

Gedankenknospen 1 PRINT CMYK

Gedankenknospen – Skulptur aus 46 Glaskörpern
Mundgeblasenes, mit Porzellan gefülltes Glas.
„Aus Einheit wird Vielfalt: 46 hauchdünne Glaskörper bilden eine Skulptur. In der Masse erscheinen sie homogen, einzeln betrachtet gleicht keine der anderen. Dabei ist ihr Ursprung identisch: Gleiches Ausgangsmaterial, die gleiche Menge an Glas und Porzellan durchläuft den gleichen Arbeitsablauf. Im Brand wird aus Einheit Vielfalt – und aus den identischen Glasrohlingen individuelle Formen.“
(Felicia Mülbaier)

Selbstverständlich sind die Arbeiten von Felicia Mülbaier schon jetzt zu erwerben.
Das Angebot finden Sie unter folgendem Link der Galerie:
ALEXANDER-OCHS-PRIVATE

KÜNSTLER*INNEN UNTERSTÜTZEN KASSIERER*INNEN

FELICIA MÜLBAIER hat für die Edition des FEMALE GAZE dieses Werk eingeliefert:

Muelbaier-Abwesenheitsnotiz-Tuch1von4

Abwesenheitsnotiz 1 von 4, Material: Papiertuch, Lapislazuli Pigment (selbst gesammelt und aufbereitet), 2020

Die Arbeit wurde durch die Galerie: ALEXANDER OCHS PRIVATE in eine Edition umgesetzt.
Das Werk erscheint in einer Auflage von 5 und wir geben ein Blatt gegen eine Spende von ca. 200 € ab. Der Erlös wird an jeweils eine*n Kassierer*in/Mitarbeiter*in eines Charlottenburger Supermarktes gespendet.

Die Spender*innen, Kunstkäufer*innen und Kunstsammler*innen, erhalten eine Spendenquittung.

So Sie interessiert sind, schreiben Sie bitte an:
lochmann@alexanderochs-private.com
oder
post@silke-tobeler.de

Die Künstler*innen werden die nummerierten und signierten Drucke direkt an Sie senden.

Wir danken allen großzügigen Spender*innen!

Stay tuned:
am 15.05.2020 folgt der vierte Künstler unserer Gruppenausstellung:

NICO MARES

Foto credits: Gedankenknospen: Adrian Meseck
all other photogragphys by Lisa Villinger

Ein Kommentar zu „FELICIA MÜLBAIER FÜR DEN FEMALE GAZE

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